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In
der Gemeinde Haarbach sind die ,,bach - Orte“ Thambach, Hörbach
und Klobach wie die Bäche benannt, an denen sie sich befinden.
Einen Haarbach gibt es aber im Wolfachgebiet nicht. Den Namen
Haarbach, im Mittelalter ,,haropah, horapah“, später ,,Harbach“ geschrieben
und im 19. Jahrhundert
auf ,,Haarbach“ |
verhochdeutscht,
brachte das edelfreie Geschlecht der Herren von Harbach aus ihrem
Stammsitz Harbach im Harbachtal in der Grafschaft Geisenhausen
mit, als sich, wahrscheinlich im 8. Jahrhundert, eine Linie im
Mittelpunkt des Oberwolfachbeckens, im heutigen Haarbach seßhaft
machte. |
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Seine
erste urkundliche Erwähnung verdankt Haarbach dem Kloster Mondsee.
Die betreffende Urkunde aus dem Jahre 820 sagt aus, daß der edelfreie
Mann Perthelm von Haarbach seinen gesamten Besitz, den er im
Ort Pocking hatte, dem Kloster Mondsee schenkte. Das Geschlecht
der Herren von Harbach besaß in Niederbayern und Österreich viele
Güter. Die Harbacher hatten 50 Huben im Bereich des Grafenwaldes
inne, die ihnen als Lehen von den Grafen von Formbach übertragen
worden waren. |
Auch
nach dem Aussterben der Formbacher war das Lehen in den Händen
der Edlen von Harbach geblieben. Diese 50 Güter waren für die
Herrschaft Harbach an der Wolfach ein zusätzlicher Besitz. Ihr
Hauptbesitz waren die Hofmarken Harbach und Haidenburg. Zu Harbach
gehörten 86 Huben und Sölen, zu Haidenburg, einschließlich der
69 des Marktes Aidenbach, 171. |
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| Die
in ,,Harbach an der Wolfach“ grundbar gewesenen Anwesen der Herrschaften
Harbach und Haidenburg sind im Leuchtenberger Salbuch von 1390 überliefert.
Das ,,Amte Harbach“ war Kraft eigenen Rechtes selbstständige
(reichunmittelbare) Dynastie. Es war nach dem Erlöschen der Grafen
von Hals (1375) durch Erbschaft zur - mit eigenem Münzrecht ausgestatteten
- Landgrafschaft Leuchtenberg gekommen. Im Jahre 1432 veräußerten
Johann III und |
Georg
von Leuchtenberg die Herrschaften Haidenburg mit Haarbach an
den Ritter Johann von Fraunberg. Der letzte Fraunberger starb
1508 auf Haidenburg. Da seine Söhne aus dritter Ehe noch unmündig
waren, erbte sein Schwiegersohn Alban von Closen Haidenburg mit
Haarbach. Alban von Closen war Hofmarschall Herzog Ludwig’s,
später herzöglicher Hauptmann im Burghausen und Landmarschall
von Niederbayern. |
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Der
Augustiner Collegialstift hat 1737 oder 1738 die Hofmarken
Harbach und Schönhering (Schönerding) gekauft. Letztere wurde
von Harbach aus verwaltet. Das Kloster hatte im Jahre 1740
anstelle eines abgegangenen Schlosses ein neues Schloßgebäude
in Harbach errichtet. Das Schloß war Ort für Beurkundungen
und diente zugleich über 60 Jahre als Verwaltung der Hofmarken
Harbach und Schönhering sowie dem Schloßprokurator und dem
Schreiber als Wohnung.
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Bei
der vom damaligen Churfürstlich-bayrischen Innenminister
Graf Montgelas durchgeführten Säkularisation (1803), der Enteignung
der Klöster und Kirchen, gingen Hofmark und Schloß Haarbach
in das Eigentum des Churfürstentums Bayern über. Im Jahre
1821 wurde aus den Orten Haarbach, Edt, Haarbachloh, Haasen,
Hausenberg, Hitzling, Kellberg, Kemauthen, Kroissen, Loh,
Oberhörbach, Oberthambach, Rauschöf, Hillöd, Schmalzöd,
Oberthalham, Unterhörbach, Unterthambach, Unterthalham,
Wolfakirchen und Zell die Gemeinde Haarbach gebildet. |
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1838
hat man die Gemeinde vom Landgericht Vilshofen abgetrennt
und dem Landgericht Griesbach zugeteilt.
Schon
vor der letzten Jahrhundertwende bestand im Gasthof Huber
eine Postagentur. Bis um 1920 fuhr die mit Pferden bespannte
Postkutsche etwa 25 Jahre lang jeden Werktag von Aidenbach
nach Griesbach und zurück. Die Aufwärtsentwicklung der Gemeinde
nach dem letzten Krieg wurde überschattet von der Entscheidung
des bayrischen Innenministeriums, daß die Gemeinde Haarbach
im die Verwal-tungsgemeinschaft Griesbach eingegliedert werden
solle. |
Mit
der Gemeinde Aldersbach und anderen Gemeinden kämpfte man um
die Erhaltung der Selbstständigkeit. Am 2. Mai 1978 mußte die
Verwaltung der Gemeinde nach Griesbach umziehen. Im Frühjahr
1979 verfügte der damalige Bayer. Ministerpräsident Franz Josef
Strauß die Entlassung verschiedener Gemeinden, darunter Haarbach,
zum 1. Januar 1980 aus den Verwaltungsgemeinschaften.
1988
wurde das zuvor gemeindefreie Gebiet Steinkart westlich der
Staatsstraße Griesbach-Ortenburg in die Gemeinde Haarbach
eingegliedert. Seither umfaßte das Gemeindegebiet 47,71 qkm. |
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Die
Gemeinde Haarbach zählt nun etwa 2.690 Einwohner. |
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